MANA verfügt über eine komplette Dokumentation:

Für alle Geräte gibt es die Manuals - und falls vom Hersteller geliefert - auch Serviceanleitungen und Ersatzteillisten. Viele davon wurden von mir extra beschafft. Auch eine umfangreiche Serviceliteratursammlung ist vorhanden. Für den Motor sind Reparaturanleitungen, Ersatzteillisten und Literatur an Bord. Selbstverfasste Kurzanleitungen für alle Systeme gibt es auch. 

Die Elektroinstallation ist komplett dokumentiert. Auch die Bau-, Rigg- und Segelpläne sind vorhanden. Alle Handbücher, Dokumentationen und Literatur zusammen umfassen einige Aktenordner!

Wertung und Hinweise:

MANA ist eine ausgereifte Yacht. Wie bei allen neuen Yachten war erst durch intensive Nutzung die Optimierung aller Systeme möglich. Während unserer Reise haben wir keine Aufwendungen zur Verbesserung und Modernisierung gescheut. Zahlreiche Teile wurden während der Reise erneuert (oft nur, weil das vorhandene nicht optimal war). In den ersten beiden Jahre erfolgten viele Reparaturen und Umbauten. Je länger die Reise dauerte, desto optimaler wurde die Yacht und die Reparaturen beschränkten sich weitgehend auf Verschleiß und Wartungsarbeiten. Nach der Rückkehr wurde MANA in der Zeit von 2000 bis 2010 regelmäßig gewartet und gepflegt. Aus beruflichen Gründen waren ab 2011 nur noch 1-2 Aufenthalte im Jahr möglich, Ab 2016 noch seltener. Das tut einem Schiff leider nicht gut.

Das Unterwasserschiff und das Cockpit wurde 1997 in einer Großschiffwerft zuletzt gesandstrahlt. Im Unterwasserbereich erfolgte ein kompletter 2-komponentiger Rostschutz- und Wasserbarriereaufbau (7 Lagen plus Antifouling). Der Rumpf und das Deck (Fugen des Treatmaster-Belages) wurden auch saniert und neu gestrichen. Das Cockpit wurde inklusive Decklack 2-komponentig gestrichen. 

MANA ist kein Leichtgewicht. Sie eine gutmütige und sehr sichere Yacht, grundsolide gebaut. Voll beladen (z.B. bei Abfahrt in Panama mit 30 Paletten Bier, 200 Flaschen Wein, etliche Kilo Lebensmittel, 1100 Liter Diesel, 700 Liter Wasser usw.) wiegt die Yacht fast 17 t. Zum Gewicht trägt auch der grundsolide Innenausbau (alles überdimensioniert), die schweren Anker und der große Kettenvorrat (auch im Sturm keine schlaflosen Ankerwache-Nächte), die dicker als konstruktiv vorgesehenen Stahlplatten im Kiel- Bug- und Unterwasserbereich, das Kollisionsschott und das überdimensionierte Rigg (aber aus Sicherheitsgründen leicht untertakelt) bei.

MANA ist trotz des Gewichts eine flotte Segelyacht, die viel Wind verträgt. Erst bei 25 Knoten Wind denken wir gegenan ans Reffen der Baumfock und des Groß. Bei Leichtwind kommt MANA mit dem Blister (ab 6 Knoten Wind) oder der Genua (ab 10 Knoten Wind) bei Windeinfall ab 75-80 Grad gut voran. Richtig schnell (bis 8 Knoten und mehr) wird MANA ab 15-20 Knoten Halb- oder Raumwind. 

Bestes Etmal war 178 Seemeilen. Bei Vorwindkursen betrugen die Etmal im Durchschnitt 138 Seemeilen, oft nur mit Genua oder bei Leichtwind mit Blister gesegelt. 

Wir hatten hunderte Bücher und über 350 Musik-CD’s (in Spezial-Plastikhüllen) an Bord. Herr Reinke hätte das Schutzdach über dem Steuerstand lieber als leichtes Stoffdach gesehen. Wir sind durch das massive Dach auch bei schwerstem Wetter geschützt und brauchen uns keine Sorgen machen, ob das Stoffdach auch noch die nächste Welle oder/und Sturmbö aushält. Wir haben Stürme von mehr als 50 Knoten (10 Bft) erlebt und MANA, unser Autopilot und Motor hatte damit nie Probleme. 

Mit 1100 Liter im Tank, einem zuverlässigem Motor und einem Durchschnittsverbrauch von ca. 3 Liter/Stunde (bei 2000 U/min mit dem damals eingebauten OM 615) haben wir einen Aktionsradius von über 1500 Seemeilen.  
Wenn es gegenan schwierig oder zu langsam war, nutzten wir zusätzlich den Motor und konnten dann bis 20 Grad an den Wind gehen. Die Geschwindigkeit ging dann schnell auf 6-7 Knoten und die Strecke wurde wegen des spitzeren Winkels viel kürzer. Auch bei Leichtwind, wenn es uns zu langsam war, nutzten wir die Motorunterstützung bei jedem Windeinfall. Flautenzonen durchquerten wir schnell unter Motor und dümpelten nicht tagelang in der Dünung. Der zuverlässige Motor und der große Dieselvorrat sind ein
großes Sicherheitsplus. Je schneller man von A nach B kommt, desto geringer ist die Chance einer Wetterverschlechterung.  Viele Segler scheuen sich die Motornutzung zuzugeben. Je nach Tankinhalt, Motorzuverlässigkeit und Geldbeutel machen es aber alle Fahrtensegler wie wir. Außerhalb Europas ist Diesel billig, und das große Tankvolumen erlaubt es an den billigsten Plätzen einen maximalen Vorrat zu bunkern.

Nach unserer Rückkehr von der Weltumseglung haben wir MANA mehrfach einer gründlichen Renovierung unterzogen.

Dez. 1999 bis Januar 2000 Innenbereich

Die Hölzer in den Kabinen wurden neu gestrichen, die meisten Möbelbeschläge wurden ausgetauscht, alles ist wieder fast wie neu. Auch die Technik wurde generalüberholt (z.B. Softwareupdate für GPS). Alle Systeme sind voll funktionsfähig. Der Magnetron des Radars (Verschleißteil mit ca. 1500 Betriebsstunden) wurde 1998 erneuert.
Auch die Motorbatterie wurde erneuert und ein neues vollelektronisches Ladegerät (Landstrom für Batterieladung) angeschafft. 

Außenbereich: 

Cockpit seit Rückkehr 2 x neu gestrichen und am Deck die Treatmaster-Fugen und Bereiche ohne Belag gestrichen. 2002 Überwasserrumpf neu gestrichen.

Die Elektrik ist in einem erstklassigem Zustand. Die Batterien wurden nie unter 12,2 Volt entladen.

Das Baumfocksegel sollte ersetzt werden, es hat zu sehr im Roten Meer gelitten. Eine Reparatur wäre zwar möglich, wir würden aber ein neues Segel vorziehen. Wir haben den Austausch nicht vorgenommen, damit der neue Eigner entscheiden kann, welches System er verwenden will (z.B. Roll-Baumfock).

Alle übrigen Segel und die Furlexanlage sind in Ordnung sollten aber, falls große Fahrt geplant, bis auf Blister und Sturmfock erneuert werden.

Die Kunstglasfenster (10 mm) des Salons zeigen nach den vielen Jahren UV-Schäden und die Falze Rost. Müssen saniert und ausgetauscht werden. Ebenso evtl. Lewmar-Luken. Luken müssen abgenommen und die Poteste saniert werden. Die Achterlucke muss erneuert werden. . 

Die Ankerwinsch muss gewartet werden. 

Alle Seile, Fallen und Schoten sind in gutem Zustand, ebenso die Blöcke. Ersatzmaterial ist an Bord. Die Anderson-Winschen sehen wie neu aus, müssen aber wieder mal gewartet werden (Material an Bord).  Alle Instrumente stammen aus den Jahren vor 2000. Ich würde GPS, Log, Lot, Wind und auch Radar heute erneuern! Funkanlagen, Autopilot usw. funktionieren und sollten wegen ihrer Qualität noch lange halten.

Keinerlei Reparaturbedarf gibt es an den Einbauten (Innenausstattung) im Schiff.

Im Mai 2004 neuer Motor und Antriebsanlage
OM 601, neue Welle, neue Wellenbuchse, neue Kupplung, neuer Propeller

Unfälle, Schäden:

MANA hatte keine Unfälle. Eine Grundberührung gleich am Anfang der Reise 1994 führte zu einer kleinen Delle vorne an der Spitze des rechten Kiels. Bei der ersten Fahrt 1989 rammten wir eine Tonne, was eine kleine Delle am Rumpf hinterließ, die man allerdings nur sieht, wenn man es weiß. Aus beiden Dellen entstehen keine Nachteile, eine Reparatur ist nicht notwendig.

Das muss ein Käufer wissen:

Strukturell ist MANA nach meinem Wissen völlig in Ordnung.
Die notwendigen Sanierungen und Erneuerungen sind in Bezug auf das Alter völlig normal.
- Ein Stahlschiff muss in großen Abständen von Grund auf erneuert werden. Also Rumpf und Deck strahlen und neuer Farbaufbau. So können Stahlschiffe Jahrzente "alt" werden. Bei MANA muss das nun erfolgen.
- Die Instrumente sollten erneuert werden, da die Technik Quantensprünge in den letzten 15 Jahren gemacht hat. Zum Beispiel ist ein neues Radar wesentlich leistungsfähgiger, kleiner und im Verhältnis billiger. Viele Instrumente können sogar kabellos funktionieren und sind netzwerkfähig. So kann Windmesser, Log und Lot heute kabellos funktionieren (Spart Gewicht und bietet mehr Komfort).
- Fenster und Lucken aus Acryl altern und müssen mal ausgetauscht werden. Fensterfugen und Poteste brauchen eine Runderneuerung.
- Wanten und Stage können zwar optisch und funktionell noch gut aussehen und funktionieren. Aber wie ist es unter Extrembelastungen (große Fahrt)?
- Auch Segel haben nur eine begrenzte Lebensdauer, wenn es um optimalen Segelstand geht. Außer Blister und Sturmfock sollten alle anderen Segel erneuert werden (neue Technik, neues Material usw.)

Auf Deck gibt es einige Stellen mit Durchrostungen. Sie sind, soweit bekannt, alle repariert und mit Faserspachelt stabilisiert. Zusammen mit einem neuen Deckbelag sollten alle Stellen ohne weitere Beeinträchtigungen keine Sorgen machen.

Was besonders wichtig ist: Am Innenausbau sehe ich keine Sanierungsbedarf. Das Schiff ist innen nach wie vor trocken. Schwitzwasser oder andere Wasserquellen gibt es innen nicht.
Die Isolierung und Lüftung ist erstklassig. Das Innenklima ist immer angenehm. Ob bei Kälte oder Hitze.

Den Sanierungsaufwand schätze ich auf 50 bis 60 Tausend Euro, je nach eigenen Ansprüchen.
Da mir MANA sehr am Herzen liegt, biete ich eine interessante Kaufoption.

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